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Tipps zum Erzählen einer biblischen Geschichte
Allgemeines
- Sei vorbereitet: Bereite die Geschichte gut vor, damit du das, was du sagen willst, auch gut rüberbringen kannst.
- Benutze deine Bibel: Schlage die Bibel auf und schauen zwischendurch hinein. Lese einzelne Verse vor. Die Kinder sollen sehen, dass die Geschichte wirklich aus der Bibel kommt.
- Lege dein Material bereit: Lege die Bilder vorher in die richtige Reihenfolge. Lege ein Lesezeichen in deine Bibel, wenn du einen Vers vorlesen willst.
- Rede zu den Kindern: Schau die Kinder an, erwähne sie namentlich, sprich sie an. Die Kinder sollen merken, dass ihnen persönlich die Geschichte erzählt wird.
- Lass dich von Gott leiten: Bete und lass dich von Gott leiten, evtl dein Konzept spontan zu ändern, wenn nötig.
- Setze Stimme und Gestik ein: Betone Dinge, werde leiser um Spannung zu erzeugen, ahme Bewegungen in der Geschichte nach. So wird die Erzählung lebendiger.
Aufbau der biblischen Geschichte
- Einstieg: Der Einstieg soll die Kinder aus ihrem Alltag abholen und ihre Aufmerksamkeit auf die Geschichte lenken. (siehe Einstieg)
- Erzählung: Erzähle die Handlung der Geschichte spannend und interessant.
- Lehre: Verteile die Lehre auf mehrere Stellen in der Geschichte. (siehe Lehre und Anwendung)
- Anwendung: Sage den Kindern, was die Geschichte mit ihrem Leben zu tun hat und was sie daraus lernen können. (siehe Lehre und Anwendung)
- Höhepunkt: Der Höhepunkt ist die spannendste Stelle in der Geschichte. Bis dahin steigt die Spannung. Danach löst sich die Spannung auf. Der Höhepunkt sollte gegen Ende der Geschichte kommen, kurz vor dem Schluss.
- Schluss: Die Handlung ist vorbei und es ist alles gesagt. Fasse am Schluss in einen Satz zusammen, was z.B. die Hauptperson der Geschichte erlebt hat und füge eine kurze Aufforderung an die Kinder hinzu. Z.B. Abraham hat lange gewartet aber er hat erlebt, dass Gott seine Versprechen hält. Deshalb kannst du auch Gott vertrauen.
Beteiligung der Kinder
Gerade jüngeren Kindern fällt es schwer, sich eine längere Zeit zu konzentrieren und zuzuhören. Man kann ihnen dabei helfen, indem man sie ins Erzählen der Geschichte mit einbezieht. Hier einige Möglichkeiten:
- Fragen zu Bildern: Wenn ein neues Bild zur Geschichte gezeigt wird, Fragen dazu stellen. Z.B.: Was tut Zachäus hier? Sieht der Sohn glücklich aus? Wie viele Brote seht ihr hier?
- Flanellbilder bewegen: Bei Flanellbilder kann man die Kinder die Bilder umlegen oder neue Bilder anlegen lassen.
- Bilder malen: Die Kinder Skizzen zum Ablauf der Geschichte malen lassen. Jeder kann sein Bild hinterher mit nach Hause nehmen.
- Fragen: Zwischendurch Fragen zur Geschichte stellen. Z.B.: Was hätte ihr getan? Was hat xy wohl gedacht?
- Geräusche: Die Kinder sollen die Geräusche zur Geschichte machen. Z.B.: Wascherrauschen, Jubel der Menschen, Kindergeschrei, Hahnenschrei
- Geräusche in Gruppen: Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Rolle. Wenn ihre Person erwähnt wird, müssen sie das passende Geräusch dazu machen. Z.B. Noah: Regen (Wasserrauschen), Tiere (Tiergeräusche), Noah (Hämmern), Leute (Lachen)
- Leitgedanke: Das Thema oder ein passender Bibelvers wird in der Geschichte häufiger wiederholt. Die Kinder sollen ihn jedes Mal aufsagen.
- Bilder raten: Skizzen zur Geschichte malen und die Kinder raten lassen, um was es geht.
- Natüte: Skizzen zur Geschichte in einen Umschlag legen. Dann werden die Bilder an passender Stelle immer ein Stück weiter aus dem Umschlag gezogen. Die Kinder sollen das Bild erraten.
- Miterleben: Dinge aus der Geschichte für die Kinder erlebbar machen. Z.B. Speisung der 5000 – jeder bekommt ein Stück Brot; Noah – die Kinder leicht mit Wasser bespritzen; 10 Plagen (Finsternis) – den Raum verdunkeln.
- Falsch: Fehler in die Geschichte einbauen. Die Kinder sollen „Stopp“ sagen, wenn sie einen Fehler entdecken. (Bei bekannten Geschichten. Darauf achten, dass sich nicht die Fehler, sondern das richtige Geschehen einprägt!)
- „Halt!“: Vorher den Kindern ein Stichwort nennen. Jedes Mal, wenn das Stichwort kommt, sollen sie „Halt!“ rufen. Wer es zuerst ruft, bekommt einen Preis. Als Stichwort eignen sich gut bestimmte Dinge, die immer wieder vorkommen, oder auch biblische Wahrheiten, die dann an der Stelle je vertieft werden können. (z.B. Schlange (Sündenfall); Regen (Noah); Retter (Bartimäus))