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Bibeltext: Mt 8,23-27; Mk 4,35-41; Lk 8,22-25
Lehre: Jesus ist allmächtig!
Bibelvers: Mt 28,18b (Elb): Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Stellt euch vor, ihr seid in einem fernen Land. Zum Beispiel in Afrika. Ihr geht durch den Dschungel spazieren und plötzlich begegnet euch ein Löwe. Ein sehr hungriger Löwe.
Oder stellt euch vor, ihr seid gerade auf einen kleinen Spaziergang in der Wüste und dann merkt ihr, dass ihr euch verlaufen habt. Wenn man in ein fremdes Land fährt, dann kann es schon mal sein, dass man in Gefahr gerät. Ist das jemanden von euch schon mal passiert? Nein? Das heißt, ihr kennt keine Situationen, wo ihr in Gefahr seid oder Hilfe braucht und Angst habt?
Doch, ich denke, du kennst das auch. Probleme in der Schule. Du streitest dich mit jemandem und weißt nicht, wie es weiter gehen soll. Deine beste Freundin will auf einmal nichts mehr mit dir zu tun haben. Oder da ist dieser eine Schüler, der dich immer hänselt. Und alle anderen lachen, wenn er dich ärgert. Keiner hilft dir. Eigentlich hast du schon mal gehört, dass Jesus allmächtig ist, aber trotzdem hast du vielleicht Angst. Du weißt nicht, was tu tun sollst. Weißt du, dass es selbst den Jüngern von Jesus mal so ging?
Wie immer waren viele Leute da gewesen. Jesus hatte mit ihnen geredet, ihnen von Gott erzählt. Viele Kranke waren gekommen und Jesus hatte sie geheilt. Die Leute und auch die Jünger waren immer wieder begeistert von Jesus: Er konnte alles! Er konnte Kranke gesund machen. Einmal dachten alle, es sei zu spät. Er war auf dem Weg zu einem Kranken Mädchen, aber dann hatte jemand gesagt, er brauch gar nicht mehr dort hin zu gehen. Es ist zu spät. Das Mädchen war schon gestorben. Aber Jesus ging trotzdem hin und er machte sie wieder lebendig. Jesus ist allmächtig! Er hat auch Macht über den Tod. Noch nie hatten die Jünger erlebt, dass Jesus irgendetwas nicht tun konnte.
Jetzt waren die Jünger etwas müde. Es war schon Abend. Den ganzen Tag waren so viele Leute da gewesen. Irgendwie waren die Jünger auch froh, als die Leute gingen und sie mit Jesus dann in das Boot stiegen. Endlich mal alleine, endlich keine Sorgen um die Leute, endlich Ruhe. Sie wollten auf die andere Seite des Sees fahren.
Einige der Jünger waren Fischer. (Petrus, Andreas, Jakobus, Johannes) Sie waren auf dem Boot zuhause. Das Wasser machte ihnen keine Angst. Sie genossen die Ruhe. Wie das Boot ruhig durch die Wellen glitt. Vielleicht spiegelte die Sonne sich etwas im Wasser, als sie unterging. Es war herrlich. Jesus war müde gewesen, er hatte sich hinten im Boot hingelegt und war eingeschlafen. Aber die Jünger kamen auch alleine zurecht. Sie kannten sich ja aus. Jeder Handgriff ging wie von alleine. Sie brauchten nicht groß zu erklären, was jeder auf dem Boot zu tun hatte. So genossen sie die Überfahrt.
Aber dann wurde es noch dunkler als es eh schon war. Wolken bedeckten den Himmel. Es wurde kalt. Der Wind wurde stärker. Für die Jünger wurde es schwieriger, mit dem Boot vorwärts zu kommen und die Richtung zu halten. Aber sie waren schon viel gewohnt. Oft hatten sie schon Stürme miterlebt. Wenn sie mitten auf dem See am Fischen waren, sind sie bestimmt schon einige Male vom Sturm überrascht worden. Sie machten sich keine Sorgen. Es würde schon alles gut gehen. Aber der Sturm wurde immer heftiger. Sie wurden richtig durchgeschaukelt. Große Wellen stürzten auf das Boot zu und schaukelten es wild umher. Immer mehr Wasser kam auch über die Bordwand. Langsam begann etwas Panik aufzusteigen. Dieser Sturm war besonders heftig. Schnell nahmen einige Jünger ein paar Gefäße, die an Bord lagen, um das Wasser wieder raus zu schöpfen. Immer schneller mussten sie gegen das eindringende Wasser ankämpfen. Aber trotzdem kam immer mehr Wasser ins Boot. Durch den Regen und auch durch die Wellen. Das Boot schaukelte hin und her. Sie mussten sich gut fest halten, um nicht über Bord zu gehen. Sie hatten richtig Angst. Angst um ihr Leben. Angst vor dem Tod. Müssten sie sterben?
Habt ihr schon mal richtig Angst gehabt, dass ihr sterben müsst? Dann denkt man vielleicht, jetzt kann mir niemand mehr helfen. Aber Jesus ist allmächtig. Jesus ist selbst stärker als der Tod. Ihr wisst ja, was an Ostern passiert ist. Die Menschen wollten Jesus nicht und sie haben ihn gekreuzigt. Aber sie konnten Jesus nicht besiegen. Jesus ist gestorben. Aber er ist wieder auferstanden. Damit hat er gezeigt, dass er selbst stärker ist als der Tod.
Und was tat Jesus in der Hektik? Er schlief immer noch. Die Jünger haben in der Hektik wahrscheinlich erst gar nicht darauf geachtet. Und dann fiel es jemanden auf: Der Herr Jesus schläft immer noch. Er ist nicht aufgewacht, er hat keine Panik. Die Jünger weckten ihn: „Herr Jesus, wach auf. Kümmert es dich denn gar nicht, dass wir alle sterben werden?“ Hat es Jesus gar nicht interessiert, was mit den Jüngern ist? War es ihm egal?
Nein, Jesus dachte an seine Jünger. Jesus liebte sie, so wie er jeden einzelnen liebt und sich um jeden einzelnen sorgt. Weißt du, dass auch du Gott wichtig bist? Deine Probleme sind ihm nicht egal. Wenn du Sorgen hast oder Angst, du kannst es Gott sagen. Er will es hören. Er will, dass du mit deinen Sorgen zu ihm kommst. Und, Er ist allmächtig. Das heißt, er kann auch helfen. Er kann alles tun. Nichts ist ihm zu schwer.
Jesus schaute seine Jünger an. Sie hatten schon so viel mit ihm erlebt. Sie hatten so viele Wunder mitbekommen, er hatte ihnen schon so viel von seinem Vater erzählt. Aber sie hatten Angst. Er sah die Angst in ihren Augen. Und ich denke, Jesus war traurig darüber. Sie vertrauten nicht. Sie dachten nur daran, dass sie in der Situation nicht mehr tun konnten, dass sie selbst keine Hilfe mehr wusste. Sie dachten nicht daran, wie mächtig er war. Jesus ist allmächtig. Nichts ist stärker als er.
Jesus stand mitten in dem Sturm einfach auf. Vorsichtig hielt er sich am Boot fest. Überall um sie herum tobten der Wind und die Wellen. Es muss richtig laut gewesen sein, vielleicht musste Jesus schreien, so dass ihn auch die Jünger verstanden. Jesus stand da. Und dann sprach er zu dem Wind. Kann man mit dem Wind reden? Nein! Auch können wir dem Wind nicht sagen, wohin er wehen soll. Aber Jesus ist allmächtig. Er hat die Erde erschaffen, er hat die Sonne gemacht, die Erde und auch den Wind. Deshalb kann Jesus auch bestimmen, wo der Wind hinweht. Also sprach er zu dem Wind. Er sagte nur: „Schweig! Verstumme!“ Wenn wir so reden, passiert nichts. Aber Jesus ist allmächtig. Plötzlich war es still. Der Wind legte sich. Das Meer wurde glatt. Keine Wellen mehr. Und eine große Stille. Der Wind hatte Jesus gehorcht.
„Warum habt ihr so Angst?“ fragte er die Jünger. „Ihr habt schon so viel mit mir erlebt. Glaubt ihr mir immer noch nicht?“ Die Jünger waren verwundert. Wie ist das möglich? Dass es auf einmal still ist. Selbst der Wind gehorcht Jesus? Was ist das nur für ein Mann? Jesus ist kein einfacher Mensch gewesen. Er ist Gottes Sohn. Er war schon immer bei Gott. Er selbst hat die Erde geschaffen. Er ist allmächtig. Und das ist er auch heute noch. Egal was du für Probleme hast. Jesus ist allmächtig. Du kannst ihm alles sagen, du kannst ihm vertrauen.